Letzte Begegnung mit unseren alten Schulgebäuden in Altenberg

Wie wir den Medien (z. B. Sächsische Zeitung vom 11. Oktober 2012) entnehmen konnten, werden die alten Gebäude des Gymnasiums in Altenberg abgerissen.

Die 3 Häuser an der Zinnwalder Straße wurden seit 1945 durch die Schule genutzt. Nachdem das alte Schulhaus wie fast die ganze Stadt Altenberg in den letzten Kriegstagen im Mai 1945 schwer zerstört worden war, suchte man für die Oberschule Altenberg einen neuen Standort. Obwohl man auch Dippoldiswalde und Glashütte als neue Standorte erwog, entschied man sich für die Gebäude an der Zinnwalder Straße, die ursprünglich das Altenberger Amtsgericht und Gefängnis beherbergten, 1933 „Schutzhaftlager“ der Faschisten und später Sportheim der Kriegsschule Dresden wurden.

Als eine der ersten Oberschulen Sachsens begann der Schulbetrieb hier bereits im Juli 1945 wieder.
Bis 1949 wurden die Gebäude (Haus A und B) als Schulhäuser umgebaut, 1950/51 kam das Haus C hinzu, 1986 noch ein Internatsgebäude.

1976/77 wurde in Dippoldiswalde ein neues Schulhaus für die Erweiterte Oberschule des Kreises gebaut, damit die Altenberger Gebäude der neu gegründeten Kinder- und Jugendsportschule (KJS) zur Verfügung gestellt werden konnten.

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Nach der Wende wurde die KJS aufgelöst und es entstand ein Gymnasium, das ab 1994 den Namen Bergstadtgymnasium „Glück auf“ trug. Seit 2004 gehörte es dann mit zum „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde / Altenberg.

Da der Sport speziell in Altenberg nach wie vor eine große Rolle spielte, auch in Form eines sportlichen Profils am Gymnasium, erhielt die Schule das Prädikat „Eliteschule des Sports“.

Wegen zurückgehender Schülerzahlen blieben nach Sanierung der Schulgebäude am Schellerhauer Weg ab 2006 die Gebäude an der Zinnwalder Straße leer. Und wenn Gebäude nicht genutzt werden, verfallen sie.
Die Gebäude zu verkaufen, gelang der Stadt Altenberg leider nicht, wohl aber sind die Grundstücksflächen interessant. Also bleibt nur der Abriss, der (auch wegen möglicher Nutzung von Fördergeldern) noch Ende November beginnen soll.

Doch Altenberg und Bürgermeister Thomas Kirsten – selbst einst Schüler dieser Schule – wissen, dass vielen diese Schule mit ihrer wechselvollen Geschichte sehr am Herzen liegt. Deshalb entstand die Idee, den ehemaligen Lehrern und Schülern zuvor noch einmal die Möglichkeit der Begegnung und Erinnerung am historischen Ort zu geben. Dazu lädt Altenberg „alle ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer, alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler sowie alle Interessierten am 24. November 2012 ab 15 Uhr in die Gebäude des ehemaligen Gymnasiums an der Zinnwalder Straße“ ein.
Die Gebäude können ein letztes Mal besichtigt, alte Geschichten ausgetauscht und historische Bilder betrachtet werden. Auch „für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt“.

Einige aktive Ehemalige wirbeln schon fleißig die Werbetrommel für diese Veranstaltung. Von den ehemaligen Lehrern haben u. a. Edith und Artur Kamprath, Inge und Peter Kaulen, Margit Landt und Dr. Frank Heyne ihre Teilnahme angekündigt.
Also, treffen wir uns am 24. ab 15 Uhr in unserer alten „Penne“ – ein letztes Mal.

Glück auf!
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Quellen

* ehemalige Lehrer der Schule


siehe auch Geschichte unserer Schule
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