Zwischen Müglitzhang und Regenwald – Natur-Erlebnistag der Altenberger Madagaskar-AG

„Etwas gegen die Regenwaldvernichtung tun“ und „Fremde Kulturen kennenlernen“, aber auch: „Hier bei uns Bäume pflanzen für die Natur“ – die Schüler der Altenberger Madagaskar-AG wissen gute Gründe zu nennen, warum sie sich in ihrer Arbeitsgemeinschaft engagieren.

Madagaskar-AG

Vermittelt und unterstützt durch Ranoala, die Regenwaldgruppe der Grünen Liga, und unterstützt durch den Förderverein des „Glückauf“-Gymnasiums verbindet seit Jahren eine Partnerschaft das „Glückauf“-Gymnasium Altenberg mit dem Lycée des ostmadagassischen Ortes Anjahambe. Hier wie dort setzen sich Schüler für die Erhaltung der Natur ein, trotz der Entfernung nach Möglichkeit auch gemeinsam. So entstand in den letzten Monaten eine Plakatserie mit Schülerzeichnungen und Bildern aus dem Wiederaufforstungsprojekt der madagassischen Partner, auf denen in Malagassy und Englisch für den Schutz des Regenwaldes geworben wird.

Chameleon-Poster

Maki-Poster

Am Freitag, den 2. November, wurde den Mitgliedern der Altenberger Madagaskar-AG die Möglichkeit eingeräumt, sich wieder einmal einen ganzen Tag intensiv mit Wald und Naturschutz zu beschäftigen – und neue Projektideen zu schmieden. Eingeladen waren sie dazu im „Schulwald“ des Großröhrsdorfer Landguts Kemper & Schlomski. Am Vormittag nahmen sie an einer Waldrallye teil, bei der Umweltbildungsexpertin Manuela Egermann und weitere Mitarbeiterinnen des Landguts die verschiedenen Probleme in den hiesigen und in tropischen Wäldern vermittelten.

Wald-Rallye bei Großröhrsdorf

Wald-Rallye bei Großröhrsdorf

Den Nachmittag widmeten die Schüler dann der Entwicklung neuer Initiativen, die sie gemeinsam mit ihren madagassischen Freunden im nächsten Jahr in Angriff nehmen könnten. Einiges war bereits im vergangenen April angedacht worden, als acht junge Freunde aus Anjahambe für zwei Wochen im Ost-Erzgebirge zu Besuch sein konnten. Die nun diskutierten Projektideen reichen von einem Kochbuch mit erzgebirgischen und madagassischen Rezepten über ein gemeinsames Regenwald-Musikvideo, einen youtube-Dokumentarfilm zum Wiederaufforstungsprojekt bis hin zu einem Wald-Workshop in Anjahambe.

Manche Idee mag im Moment noch illusorisch, zu aufwendig erscheinen. Doch haben die Schüler aus Altenberg und Anjahambe in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, was mit Enthusiasmus und Engagement alles möglich ist. Der von den madagassischen Jugendlichen mitgeplanzte und betreute Wald hat sich inzwischen zu einer wunderbaren Oase mit großen Bäumen, Mausmakis und vielen Vögeln entwickelt. Und auch im Ost-Erzgebirge wird es in diesem November wieder einen Schüler-Pflanzeinsatz der Madagaskar-AG geben.

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