1. Von der Privatschule zur Schule in öffentlicher Trägerschaft

Diese erste Etappe unserer Schule bis 1934 wurde wesentlich geprägt durch den Gründer und Schulleiter Paul Haucke. Die Entwicklung von der Privatschule zur Schule in öffentlicher Trägerschaft (Gemeinden, Amtshauptmannschaft) hat er entscheidend geführt.

1891 „Post- und Eisenbahnschule“

Der Generaldirektor der Sächsischen Staatseisenbahn Hoffmann besuchte Altenberg und regte an, an dem Institut junge Leute auch für den Eisenbahndienst vorzubereiten. Herr Direktor Haucke war sofort dazu bereit.

Er gestaltete den Lehrplan um, führte Telegraphie und Eisenbahnkunde ein und erweiterte  somit die Lehranstalt.

6 Lehrer unterrichteten 70 Schüler. Die Altenberger erkannten ihre Bahnschüler an den grünen und die Postschüler an den blau-roten Mützen.

Am 29. September begann der erste zweijährige Kurs die Vorbereitung für den mittleren Eisenbahndienst.
Die Schüler wurden mit dem Reifezeugnis entlassen.

Schulgebäude bis 1907

Schulgebäude bis 1907

Alle Schüler waren im Internat am Petzoldplatz untergebracht.

Internat der Post- und Eisenbahnschule

1893 „Vorschule für Eisenbahn- und andere Bureaubeamte“

Schon bald wurde die Schule der Bezirksschulinspektion Dippoldiswalde unterstellt, sie hieß dann „Vorschule für Eisenbahn- und andere Bureaubeamte“.

Als im November 1893 die Sächsischen Staatseisenbahnen von den Bewerbern für den mittleren Dienst das Abgangszeugnis einer Realschule forderten, passte sich Direktor Haucke auch dieser neuen Sachlage an. Ab Ostern 1895 wurde in einem dreijährigen Kursus der gesamte Lehrstoff der Realschulen vermittelt. Man erreichte damit, dass das Ministerium die Anstalt als den Realschulen im Lehrziel gleichstehend anerkannte.

Das hatte große Bedeutung für den Fortbestand dieser Einrichtung und war ein wesentlicher Schritt zu einer allgemeinbildenden höheren Schule.

1900 „Städtische Höhere Lehranstalt

1914 „Höhere Lehranstalt für künftige Verkehrsbeamte“

1922 „Deutsche Verkehrsrealschule“

1922 wurde eine Obersekunda aufgesetzt und die Schule in „Deutsche Verkehrsrealschule“ umbenannt.

Um auch nach dem Abschluss der Schule miteinander in Verbindung zu bleiben, gründeten 16 Schüler 1904 die „Altenberger Landsmannschaft“ (AL).
Dieser gehörten 1928 946 Mitglieder (62 % der Abiturienten) an. Sie gab eine Zeitschrift heraus und lud die Ehemaligen zu Wiedersehensfesten ein.

1931 „Deutsche Verkehrs-Oberrealschule“

Mit dem Aufsetzen der Unterprima 1930 und der Erweiterung zur Oberprima 1931 wurde eine weitere Annäherung an gymnasiales Niveau vollzogen. Die Schule nannte sich nun „Deutsche Verkehrs-Oberrealschule“.
Die Hoffnung Direktor Hauckes, dass die Reifezeugnisse dieses Institutes denen einer öffentlichen Oberschule gleichgestellt werden, erfüllte sich damit noch nicht.

Insgesamt betrachtet führte in dieser Etappe ein komplizierter Weg von einer Privatschule spezieller Ausrichtung letztlich zur allgemeinbildenden Schule in öffentlicher Trägerschaft. (Natürlich können hier nur einige markante Schritte dieser Entwicklung im Überblick dargestellt werden.)

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„Deutsche Verkehrsrealschule“

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