Vitrine zu Dr. Frank Heyne im Dippser Schulhaus

Im Schulhaus am Standort Dippoldiswalde gestalteten die Kolleg(inn)en Bärbel Hille, Ina Gamaleja, Jana und Hans Kramer eine Vitrine zur Erinnerung an unseren ehemaligen Lehrer, Schulleiter, Vorsitzenden und Ehrenmitglied des Fördervereins, Dr. Frank Heyne – herzlichen Dank für die schönen Erinnerungen!

Dr. rer. nat. habil. Frank Heyne (* 03.09.1940 † 24.12.2019)

 

Buch „Aus der Spiegelwelt – Geschichten für Linkshänder und andere Randgruppen – also für jedermann“, ISBN-13: 978-3942571111

„Als Forscher ein Segen für Linkshänder“

„Er begleitete fast drei Jahrzehnte lang betroffene Kinder von ihrem Eintritt in den Kindergarten bis zum Ende ihrer Schulzeit in einer Langzeitstudie. Immer mehr wurde ihm klar: Es reicht nicht, Minderheiten zu tolerieren, sie müssen auch gefördert werden.“

 

 
Verteidigung des Konzeptes zum Modellversuch „Ganztagsschule“: 
„Zentrales Anliegen ist die Vernetzung und die Förderung der Individualität.“

 
„Mit Handtüchern und Erbsen, runzlig grün,
brachte er in uns die Bio zum blüh’n.
Er half uns auch bei anderen Sachen:
„Was kann man nach der Penne machen?“

„Nur hatte Herr Dr. Heyne so seine Schwierigkeiten,
um alles lesbar an die Tafel zu schreiben.
Ob Fortpflanzung, Photosynthese, Gärung,
für alles fand er eine Erklärung.“

Abiturzeitung, Jahrgang 1989

 
Haben sie einen zutreffenden Spruch?
„Je weniger fundierte Wissenschaft in verständlicher Form zu den allgemeinen Menschheitsfragen sagen kann und tatsächlich sagt,
desto mehr werden Scharlatane und Demagogen die Bühne für sich haben.“

Zitat aus der Schülerzeitung Grubenlampe im Juni 1993

 
Unser Direx Dr. Heyne
bringt faule Schüler auf die Beine.
Und so will mir scheinen,
er ist ein Lexikon auf Beinen.
Bei Ärger sucht er niemals das Weite,
sondern argumentiert überzeugend auf ganzer Breite.
Ja, was soll man noch weiter nachhaken,
Dr. Heyne ist ein Genie, das kann man wohl sagen.

Abiturjahrgang 1993

 

Rezept gegen Schulfrust: Mut zur Lücke

„Strukturelle Veränderungen gab es viele, doch das Inhaltliche lag im Argen und die Schule bekam kein eigenes Gesicht.“ (… ) „Aus ihrer Unzufriedenheit wuchs ein neuer Anspruch: Wissenschaftliche Belegarbeiten in der Jahrgangsstufe 11, die in der 12 öffentlich zu verteidigen sind.“
Sächsische Zeitung, 27.11.1996

 

Kreativität muss gefördert werden- Diskussionsbeitrag zum Thema Zentralabitur

(…) „wenn ein Übermaß an verordneter Kollektivität und die damit verbundene unausweichliche Nivellierung abgeschüttelt wurden,
wenn wir uns dazu bekennen, Individualität zu fördern,
wenn wir dieses Bekenntnis zur Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung ernst nehmen,
wenn wir fachübergreifendes Denken fördern, bornierter Fachidiotie entgegenwirken wollen,
dann sollten wir dies alles auch und besonders in einem so wichtigen Bereich wie der Reifeprüfung praktizieren.“
im Rheinischer Merkur,  Nr. 3, 15. Januar 1993, S. 9

„Aus Prinzip für die Schüler“

Dr. Heyne, der von sich selbst sagte: „er wollte immer ein Hüter von Ausgewogenheit sein“, ist mit seinem 40. Abiturjahrgang in Rente gegangen.

Wortmeldung auf dem IX. Pädagogischen Kongress im Mai 1989: „Wie können wir intensiver begabte Schüler in der Abiturstufe fördern?“ 

„… das Begabungspotenzial des Kreises besser zu nutzen und zu fördern. Diesem Ziel dient auch die Rückbesinnung auf die eigene 100-jährige Schulgeschichte, deren progressive Tradition wir stärker in unsere Arbeit einbinden möchten.“ 

„Er war ein Meister der Abiturreden.“

„Ich vermisse sie schon jetzt“, sagt auch die Musiklehrerin, „seine tiefsinnigen, motivierenden, hinterfragenden und auch so heiteren Abiturreden.“
Ein halbes Jahr, sagt Heyne, habe er an der diesjährigen gefeilt. Er habe sie bewusst ein bisschen distanziert-kühler halten wollen. Gelacht wurde trotzdem. Und geweint erst recht.

„Zu einer Weltanschauung gelangt man, indem man sich die Welt anschaut“ Dr. Heyne

Fremde Kulturen kennen und schätzen lernen war eines seiner Hauptanliegen. Jährlich ließ er Interessierte an seinen Reiseeindrücken im Rahmen von Vorträgen teilhaben. Seine Filme über Kenia, Sri Lanka, Haiti, Feuerland und die Antarktis, die Südseeinseln 

 

„Stellen wir uns Neuem aufgeschlossen. Nicht kopieren, sondern mit weitem Horizont aufnehmen, kritisch verarbeiten, Eigenes einbringen – das sei die Maxime.“
Aushang im Schulhaus am 3.10.1990

 
„Zwei Jahre später (1992) wurden Zweifel an seiner Integrität geäußert. Nicht an seiner Schule. In den Kultusbehörden. Sein Rausschmiss, der mit seiner Leitungstätigkeit in den letzten Jahren der DDR begründet werden sollte, stand so gut wie fest. Schüler, Lehrer und Eltern kämpften um ihn – und gewannen.“

Auszüge aus der Sächsischen Zeitung vom 08. Juli 2004

 

 

Nachruf auf Dr. Frank Heyne – Abiturjahrgang 1965

Der Abiturjahrgang 1965 schließt sich der Trauerbekundung zum Tode unseres verehrten Lehrers an.

Wir hatten das Glück, dass Dr. Heyne seine Schullaufbahn während unserer EOS-Zeit begonnen hatte – wir waren erste Schüler von Dr. Heyne in seiner langen und erfolgreichen Lehrerlaufbahn.

Seine Persönlichkeit und sein Auftreten hat uns von Anfang an für ihn eingenommen. Er hatte unsere Sympathien und sein fachliches Wissen sowie seine Art der Wissensvermittlung brachten uns dazu, seinem Unterricht aufmerksamer zu folgen, was spürbar zu besseren Leistungen führte.
Was kann sich ein Lehrer Schöneres wünschen!

Dr. Frank Heyne auf einem unserer Klassentreffen

Wir werden ihn guten Gedenkens in Erinnerung behalten.

Schmiedeberg, Januar 2020

Jahrgang 1965 EOS „Glückauf“ Altenberg
Ursula Hermann, Gunter Zönnchen, Lutz Käubler, Anatoly Rothe, Angelika Volkmar (Scharfe), Walter Volkmar, Anita Rohmann (Höhme), Annelie Greif (Rieß), Bernd Greif, Bärbel Schwenke (Bader), Bernd Jarausch, Christa Gräf, Christine Metze (Röllig), Christine Schmidt(Pahlitzsch), Dieter Klaß, Eberhard Schwarzer, Volkmar Schrey, Eva-Maria Zschorn, Evelin Reichelt, Gerhard Schlötzer, Hans-Jörg Klaves, Hans-Ludwig Schönbrodt, Harald Jungnickel, Hartmut Twupack, Heidrun Doms (Bellmann), Ingrid Eissrich (Lieber), Sonja Thümmel, Irmtraud Vejrazka (Müller), Jochen Schlechter, Jürgen Bellmann, Jürgen Weichelt, Karin Arndt (Neubert), Marlis Nätzsch (Liebscher), Monika Neßler, Uto Böhme, Petra Stibane (Tietze), Rosemarie Haupt
 
 

Nachruf Dr. Frank Heyne

Wir Angehörige des „Glückauf“-Gymnasiums trauern um unseren ehemaligen Schulleiter, Herrn 

Dr. Frank Heyne,

unseren Vereinsgründer, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglied des Vereins.

Die Mitglieder, der Beirat sowie der Vorstand des „Vereins der Freunde und Förderer des ‚Glückauf‘- Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg verabschieden sich in tiefer Anteilnahme von Dr. Frank Heyne, dessen Tod in der Weihnachtszeit des vergangenen Jahres wir zur Kenntnis nehmen mussten. Da viele unserer Mitglieder seine ehemaligen Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern oder anderweitig Partner in seiner pädagogischen Tätigkeit am Gymnasium waren, schauen wir dankbar auf seine 40 Dienstjahre als Fachlehrer und Klassenleiter bzw. in leitenden Funktionen an beiden Schulstandorten zurück.

Seine Verbundenheit mit seiner Schule und seine Überzeugung, dass die jungen Lernenden in und mit ihrer Heimatregion verbunden sein müssen, zeigte sich besonders in seinem unermüdlichen Engagement im Förderverein des „Glückauf“-Gymnasiums. Angeregt durch einen Erfahrungsaustausch mit einer Delegation eines Schweizers Gymnasiums in Dippoldiswalde initiierte und unterstützte er die Gründung des Fördervereins durch junge Lehrkräfte. Die notariell beglaubigte Gründungsurkunde vom 25.November 1992 trägt u.a. seinen Namen. Er leitete die erste offizielle Versammlung der Vereinsmitglieder im Januar 1993 und wurde als Schulleiter zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, so wie die 1.Satzung es festschrieb. Die mit dieser Funktion enthaltenen Möglichkeiten, unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten der Schüler und Lehrer zu verbinden, entwickelte er kontinuierlich weiter. Durch seinen menschlich offenen und respektvollen Umgang gelang es ihm, Partner aus der Region zur Unterstützung des Vereins zu gewinnen, sie zu überzeugen, an dessen Veranstaltungen mitzuwirken.

Zur Etablierung vieler Aktivitäten des Vereins zur Gestaltung eines mannigfaltigen kulturellen und sozialen Miteinanders hat Frank Heyne maßgeblich beigetragen. Dazu zählen u.a. die Förderung begabter Schülerinnen und Schüler durch die Gestaltung von Schülerwettbewerben und Talentwettstreiten seit 1994 oder die Aktion „Fenster aufstoßen“, die in Zusammenarbeit mit Eltern, ehemaligen Schülern und fachkundigen Personen den Lernenden zusätzliche Erlebnis- und Wissensangebote unterbreitet.

Zur Aufrechterhaltung der Traditionspflege zeichnete er ab 1996 mitverantwortlich für die regelmäßig stattfindenden Absolventen- und Ehemaligentreffen der Schüler, aber auch ehemaliger Lehrkräfte der Bildungseinrichtung. Seine persönliche Teilnahme an diesen Zusammenkünften und der vertrauensvolle Gedankenaustausch mit den Schulangehörigen war ihm dabei ein Bedürfnis.

Zugleich engagierte er sich für die bergmännische Traditionspflege. Zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres brachte er den „neuen Fünfern“ die Geschichte ihrer Schule und des Bergbaus ihrer Heimatregion nahe. Ausgestattet mit einem faszinierenden Wissen und der Fähigkeit, mit seinen interessanten Erzählungen die Kinder in den Bann zu ziehen, begeisterte er sie Jahr um Jahr. Auch die feierliche Aufnahme der Schüler ans Gymnasium im „Tiefen-Bünau-Stollen“ in Zinnwald übernahm er persönlich.

Wir älteren Mitglieder erinnern uns immer gern der jährlich durchgeführten Vereinswanderung. Immer wieder schwärmen wir von der Begeisterung, von der zu spürenden Heimatliebe und vom beeindruckenden Allgemein- und Fachwissen, wenn Frank uns z.B. die Bergwiesen und „Steinrücken“ des Osterzgebirges oder die Sadisdorfer Kupfergrube zeigte. Damit schuf er immer wieder für uns alle ein Refugium.

 

Wir werden unserem Ehrenmitglied ein ehrendes Andenken bewahren.

 

„Glück auf“,
die Mitglieder, der Beirat und der Vorstand des Vereins

   

FROHE WEIHNACHTEN!

FROHE WEIHNACHTEN!

Wieder neigt sich ein ereignisreiches Vereinsjahr dem Ende und es ist uns ein Bedürfnis,
allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern für ihre Mitarbeit zu danken.

Unsere letzte Vereins-Aktion war ein Glühwein- und Bratwurststand vor dem Weihnachtskonzert am 13.12.2019.


Der Erlös von 336,90 € soll für die Fertigstellung des „Grünen Klassenzimmers“ am Standort Dippoldiswalde genutzt werden. Dort fehlen noch Pflanzen, ein Grillplatz, der Fußboden in der Schutzhütte, Fallrohre und Wassertonnen, um Regenwasser nutzen zu können. Es gibt also auch im nächsten Jahr viel zu tun.

Nochmals vielen Dank allen Helfern!

Vorstand und Beirat wünschen euch allen besinnliche Weihnachtstage
im Kreise der Familien, erholsame Ferien und ein gesundes 2020.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)

 

Wie in jedem Jahr nahmen auch 2019 alle 109 Schüler der 6. Klassen am Standort Dippoldiswalde am Vorlesewettbewerb teil. Die gewählten Klassensieger Tim Langer (6a), Mirijam Hochauf (6b), Fenja Knizek (6c) und Friedjof Bolsius (6d) waren am Dienstag, dem 03.12.2019 eingeladen, um den Schulsieger des Jahres 2019 zu ermitteln. Die Jury der Deutschlehrerinnen und –lehrer und einige Gäste bekamen weihnachtliche Erzählungen vorgelesen, die sowohl fehlerfrei als auch betont sein sollten. Friedjof Bolsius konnte mit seiner Leseleistung am meisten überzeugen und wurde so zum Schulsieger gekürt.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Förderverein der Schule, der sowohl die Klassen- als auch den Schulsieger mit einem Büchergutschein auszeichnete.